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2016-10-01 Herbstbaden in Südfrankreich

2016-10-01

Schon wieder geht es nach Frankreich. Unsere Freunde aus Hannover, Thorsten und Heike,  haben gemeint sie hätten noch 10 Tage alten Urlaub und den könnten wir doch auch gemeinsam verplempern. Gesagt getan. Zuerst wollten wir nicht ganz so weit und hatten uns überlegt nach Nordfrankreich zu fahren. Aber der Wetterbericht war da anderer Meinung und so war das Ziel unserer Fahrt Carro. Die Beiden kamen also aus Hannover zuerst bei uns vorbei und morgens starteten wir dann in Richtung Süden.

2016-10-02

Da die Beiden ja nur abgezählt Zeit haben fahren wir Autobahn. So kommt man halt am schnellsten an. Die gestrige Etappe hat uns bis nach „Saint Amour“ gebracht und wir übernachten auf dem Parkplatz des SuperÜ im Ort.

SuperÜ in Saint Amour

SuperÜ in Saint Amour

Heute geht es dann auch früh weiter und wir erreichen den Stellplatz in Carro am frühen Nachmittag. Es herrschen sommerliche Temperaturen, was will man mehr?

Impressionen Carro

Impressionen Carro

eine Runde um den Hafen

eine Runde um den Hafen

2016-10-03

Das Wetter ist so schön dass wir problemlos draussen frühstücken können. Einzig Abends wird es kühl soblad die Sonne verschwunden ist. Naja, es ist halt schon Herbst. Aber wir klagen auf recht hohem Niveau.
Mit Thorsten fahre ich los einen Platz zu erkundenden Heike in Google Earth gefunden hat. Er ist hinter „La Couronne“ und eigentlich nur knapp 5km Luftlinie entfernt, aber mit dem Rad sind es dann doch gute 10km und vor allem geht es steil bergauf und bergab.
Hinterher stellen wir fest dass wir ein klein wenig zu früh zum Meer abgebogen sind und der Platz den Heike meinte eine Bucht weiter ist, aber auch der eignet sich genau so wenig zum stehen wie dieser hier.

Aufstieg mit Saxonette

Aufstieg mit Saxonette

Ich überrede Thorsten die Abkürzung über den Weg am Stand entlang zu nehmen. Er muß ganz schön schuften als er ca. 30 Stufen seine Saxonette hoch tragen muß. Allerdings tröstet die Aussicht über diese kleinen Strapazen hinweg.

Meerblick

Meerblick

Meerblick

Meerblick

Der Weg ist leider nur bedingt für Fahrräder geeignet. Wir schieben und tragen die Räder mehr als das wir darauf fahren. An einem schönen Strand kommen wir noch vorbei, da ist auch ein großer Parkplatz davor. Aber leider ist der Zugang mit einer Schranke versehen und das Gelände als privat gekennzeichnet.  Schade, hier wäre es toll gewesen.

Plage de Saint Croix La Couronne

Plage de Saint Croix La Couronne

frischer Tintenfisch

frischer Tintenfisch

Abends gibt es dann eine große Portion Tintenfisch die unsere Frauen heute auf dem Fischmarkt erstanden haben. Das Ausnehmen der Tintenfische war spannend, gut das Thorsten wusste wie das geht. Lecker.

2016-10-04

Heute nutze ich das schöne Wetter und mache mich mit meinen Stöcken auf den Weg. Ich habe zwar schon einige Läufer und Radfahrer hier gesehen, aber Nordic-Walking scheint hier relativ unbekannt zu sein. Zunächst laufe ich am Wasser entlang nach Norden. Nach ca. 5km treffe ich hier auf einen kleinen Ort. Weiter nach Norden geht es hier nicht da direkt am Wasser ein Kraftwerk für Fernwärme steht.

Das Kraftwerk

Das Kraftwerk

durch den schmalen Tunnel

durch den schmalen Tunnel

Ich folge im Ort der Strasse nach Osten und verlasse den Ort dann. Der Weg führt mich durch einen schmalen Tunnel unter einer Bahntrasse hindurch. Von nun an geht es in einem leichten Bogen wieder südwärts auf Carro zu. Leider muß ich am Ende der Tour knapp einen Kilometer entlang der Landstrasse laufen was nicht ganz so mein Fall ist.

schöne Landschaft

schöne Landschaft

Landstrasse nach Carro

Landstrasse nach Carro

Aber die Gegend ist toll und ich habe am Ende knapp 11km gemacht. Zur Belohnung gehts dann auch noch einmal schwimmen.

planschen im Mittelmeer

planschen im Mittelmeer

die Nixe ist fertig

meine Badenixe geht wieder

Sind ja nur knapp 20 Meter bis wir hinein springen können und das Wasser ist warm wie in der Badewanne.

2016-10-05

Heute mache ich mit Thorsten wieder einen Ausflug mit dem Rad, wir wollen und den Leuchtturm aus der Nähe anschauen den man hier sonst nur aus der Ferne sieht. Leider heißt das wieder die Steigung nach La Couronne hoch und hinten wieder runter.

der Leuchtturm von La Couronne

der Leuchtturm von La Couronne

Einfahrt zum Strand von La Couronne

Einfahrt zum Strand von La Couronne

Es ist recht felsig hier am Leuchtturm, aber in der Nebensaison kann man hier sicher auch ungestört frei stehen. An einigen Plätzen ist zwar das obligatorische Verbostschild für Camper, aber schon jetzt halten sich einige nicht mehr daran.

2016-10-07

Heute muß ich wieder laufen und ich werde die Runde ein wenig vergrößern. Ich laufe zwar wieder bis in den kleinen Ort und von da aus nach Osten in die Berge, aber dort nehme ich dann noch eine Abzweigung wieder gen Norden. Was auf den Karten so immer nicht zu sehen ist … das ist hier teilweise verdammt steil. An der ein und anderen Stelle pfeife ich zwar nicht aus dem letzten Loch, aber anstrengend ist es doch.

steiles Stück

steiles Stück

Fernsicht bis zum Meer

Fernsicht bis zum Meer

Die tolle Aussicht entschädigt mich aber für alle Mühen die so unterwegs sind und kurz vor Carro finde ich noch einen Weg der selbst auf den Karten von OpenStreetMap nicht verzeichnet ist.

Impressionen

Impressionen

Hinterhof Idylle

Hinterhof Idylle

Dieser Weg lässt mich ein großes Stück der Landstrasse umgehen die ich letztens noch laufen musste und der Ausblick von hier oben ist echt gigantisch.

2016-10-08

Heute sind wir völlig dekadent, es gibt Austern zum Frühstück. So ein Fischmarkt direkt um die Ecke ist schon eine tolle Sache.

ganz schön mühsam das Öffnen

ganz schön mühsam das Öffnen

Austern zum Frühstück

Austern zum Frühstück

Da es abends kühl wird  setzen wir uns zum Abendessen ins Womo von Thorsten und Heike. Wir mussten feststellen das unser Tisch für vier Personen einfach zu schmal ist. Das werde ich ändern müssen wenn wir wieder daheim sind.

Miesmuscheln

Miesmuscheln

Tja, wie soll es anders sein … es gibt wieder etwas aus dem Meer. Heute Morgen gab es Miesmuscheln auf dem Fischmarkt. Heike und Nathalie haben jeweils ein eigenes Rezept gemacht und dann essen wir gemeinsam und jeder kann jedes probieren. Lecker …

2016-10-09

Es ist einfach zu schön hier zu laufen. Heute mache ich die Runde noch einmal größer. Mal schauen ob ist überall durch komme was ich mir so ausgedacht habe. Zunächst gehe ich wieder bis zu dem kleinen Ort im Norden. Dann gehe ich aber bis zum Ortsausgang bzw. bis hinter das Kaftwerk. Da geht nun ein Weg nach Osten in die Berge.

Blick auf das Kraftwerk

Blick auf das Kraftwerk

Unterwegs

Unterwegs

Dem Weg folge ich und er ist erstaunlicherweise nicht so steil wie der letzte. Diesen kann ich zeitweise rechts von mir erkennen. Ich folge meinem Weg bis zur Landstrasse D49. Hier wechsle ich bei einem Funkmast auf die andere Steite und laufe weiter in Richtung Osten.

Aussichtsturm

Brandschutzturm

ganz schön weit weg das Meer

ganz schön weit weg das Meer

Nach ein paar Kilometern komme ich an einen Brandschutzturm zur Waldbeobachtung und kurz danach biege ich nach Süden ab. Der Weg geht nun immer bergab und ich komme an eine Unterführung unter der Landstrasse D9 her. Weiter bergab kreuze ich noch eine Bahnlinie und dann erreiche ich eine Stelle die ich von der Radtour mit Thorsten kenne.
Ich gehe weiter und erreiche „Sainte Croix“ mit dem schönen Badestrand. Von hier aus nehme ich jetzt den Weg am Wasser entlang. Der ist nicht immer zu erkennen und stellenweise auch echt beschwerlich zu laufen da zeitweise alles voller Geröll liegt und kein Weg zu erkennen ist.

immer wieder etwas Schatten

Bergab und immer wieder etwas Schatten

Plage de Saint Croix

Plage de Saint Croix

Es geht vorbei am Leuchtturm und am „Plage de la Couronne“ der nur aus feinem Sand besteht. Weiter geht es zum „Plage de Carro“ und von hier aus ist es nur noch ein kurzer Weg um den Hafen herum bis zum Stellplatz.

Plage de la Couronne

Plage de la Couronne

Segelboot

Segelboot

Das waren 18 Kilometer, toll.

2016-10-12

So langsam kommt auch hier der Herbst an und es wird ungemütlich am Wasser. Grund genug um unsere sieben Sachen zu packen und ganz langsam in Richtung Heimat zu fahren. Als Etappenziel habt Heike „Fontaine de Vaucluse“ auserkoren. Das ist zwar jetzt nicht soo weit, aber wir haben ja auch noch Zeit bis wir daheim sein müssen.
Der Stellplatz selber ist auch schnell gefunden, allerdings lässt uns die Technik des elektronischen Ticketverkaufs schnell verzweifeln. Zuerst muß eine Karte erworben werden die man dann mit Guthaben für die Übernachtung aufladen kann. Im Anschluß soll man diese Karte an das lesegerät der Schranke halten. Leider werden, trotz bezahlen, unsere Karten nicht akzeptiert. Ein Anruf bei der netten Dame an der Störungszentrale, die sogar deutsch spricht, bringt Klarheit. Eine Systemstörung verhindert das die Karten aktiv werden. Die nette Dame übernimmt das im Hintergrund für uns und schon stehen wir auf dem übersichtlichen Platz.

Stellplatz "Fontaine de la Vaucluse"

Stellplatz „Fontaine de la Vaucluse“

hinter dem Stellplatz

hinter dem Stellplatz

Alles ist geschottert, keine Parzellierung und im Preis inkusive sind Wasser, Abwasser und sogar Strom. Selbst WLan soll es hier geben, das zu aktivieren haben wir uns allerdings geschenkt. Das alles für  unter 10,-€, was will man mehr.
Da es noch früh ist und das Wetter unbeständig gehen wir gleich los um den Ort anzusehen und die Quelle zu suchen. Es sind gerade einmal 15 Minuten zu Fuß bis zum Ort und noch einmal vielleicht 20 Minuten bis zur Quelle. Es ist ein ruhiges, kleines Örtchen mit einem tollen Platz der von riesigen Bäumen beschattet wird.

Der Platz im Ort

Der zentrale Platz im Ort

Restaurant mit Blick auf den Fluß

Restaurant mit Blick auf den Fluß

Geschäfte und Restaurants sind rings herum und besonders der Weg zur Quelle ist touritisch sehr erschlossen. Alle paar Meter ein Laden der Andenken oder sonstige Devotionalien an die Touristen verkaufen möchte.

Weg zur Quelle

Weg zur Quelle

Blick auf die "Sorgue"

Blick auf die „Sorgue“

Da die Saison jetzt allerdings vorbei ist sind auch schon viel der Geschäfte geschlossen. In der Saison möchte ich das treiben hier eher nicht erleben.
Der Weg zur Quelle ist nicht besonders anspruchsvoll und so sind wir auch schnell am Ziel.

Eingang zur Unterwelt

Eingang zur Unterwelt

Die Quelle

Die Quelle

Leider ist es derzeit wohl zu trocken, jedenfalls kommt aus der Quelle kein Wasser. An den Felsen die in dem ausgetrockneten Flußbett liegen kann man jedoch erkennen dass das hier auch ganz anders aussehen kann. Ich nehme an das es zur Schneeschmelze im Frühling hier anders aussieht. Jetzt kann man jedenfalls sehr nah an das glasklare Wasser der Quelle heran. In einem Bericht habe ich gelesen das hier sogar Jaques Gusteau schon getaucht ist und die eigentliche Quelle in 600 Meter Teife liegt.

2016-10-13

Heute fahren wir die nächste Etappe in Richtung Heimat. Diesmal nehmen wir nicht die N7 auf der rechten Seite der Rhone sondern den Weg auf der Linken. Es ist eine schöne Strecke die wir dank Heike so kennen lernen und nach einem Zwischenstop bei einem Intermarche halten wir dann kurz vor „Serrières“ zum Übernachten an.

Parkplatz für eine Nacht

Parkplatz für eine Nacht

Blick auf die Ardeche

Blick auf die Ardeche

Hier ist ein großer Parkplatz direkt an der Ardeche. Leider regnet es schon fast den ganzen Tag so dass wir hier keine große Erkundungstour mehr machen.

2016-10-14

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück trennen sich unsere Wege. Thorsten und Heike werden von hier aus in einem bis nach Hause über die Autobahn durchfahren, wogegen wir weiter auf den Landstraßen heimwärts rollen. Das Wetter wird wieder besser und wir fahren gemütlich über Land. Ich wollte eigentlich den Stellplatz „Goncourt“ bis zum Abend erreicht haben. Da waren wir noch vor ein paar Monaten und der Platz war schön, aber es wird langsam dunkel und es reicht mit der Fahrerei auch.
So halten wir knapp 50km vor Goncourt in einem kleinen Ort mit einem großen Parkplatz an und übernachten hier, ruhiger als erwartet.

2016-10-15

Frisch ausgeschlafen geht es weiter. Zuerst zum Bäcker und dann in „Goncourt“ mal eben zum entsorgen. Wir rollen weiter über Nancy und Metz bis nach Luxemburg. Hier tanken wir Diesel für 97,8ct und Nathalie deckt sich mit Tabak ein. Den Rest der Stecke fahren wir auch noch gemütlich und sind am späten Nachmittag daheim.

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