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2017-01-27 erster Bericht nach fast drei Wochen

Nun sind wir schon fast drei Wochen unterwegs und ich kann mich erst jetzt dazu durchringen den ersten Reisebericht zu schreiben. Eigentlich wollten wir ja schon viel eher los gefahren sein. Aber wie das so ist, dies noch und das noch und so sind wir erst am 8. Januar zu unserer Überwinterungstour gestartet. Das war schon fast zu spät wie wir schnell gemerkt haben. Es fing schon in Deutschland an zu frieren und zu schneien und auf dem Weg nach Südfrankreich sah es ringsum nicht viel besser aus.

Kalt und Schnee

Wir sind über Trier nach Luxemburg gefahren um noch einmal preiswert zu tanken und für Nathalie Zigarettentabak mitzunehmen. Eigentlich wollte ich dann in Frankreich hinter Metz die Autobahn verlassen um mautfrei zu fahren, aber bei dem Wetter ringsum hatte ich dann doch keine Lust den Bus über teils verschneite Landstraßen zu fahren nur um die paar Euro zu sparen.
Also weiter auf der Autobahn und endlich, so kurz vor „Montelimar“, fing es an freundlicher zu werden und blauer Himmel machte sich breit. Allerdings waren die Temperaturen immer noch recht winterlich. Auf dem Stellplatz von „Bellegarde“ trafen wir dann am 10. Januar auch auf unsere Freunde die schon ein paar Wochen früher weg gekommen sind.

Port Bellegarde

Der Stellplatz am „Port Bellegarde“ ist kostenlos und ganz nett direkt am Kanal gelegen. Hier liegen einige Hausboote die sicher schon länger nicht mehr unterwegs waren.

Hausboot

Hausboot

Der Ort „Bellegarde“ selber ist übersichtlich. Es gibt einen Bäcker einen Metzger und einen Gemüsehändler. Die Produkte die wir gekauft haben waren alle echt gut. Ein paar Tage haben wir dann hier gemeinsam gestanden bis wir uns dann doch weiter in Richtung Spanien bewegen wollten. Mit Sonne war es draußen zwar auszuhalten, aber der Wind war kalt und besonders nachts war ohne Heizung nix zu machen. Das war nicht unsere Idee vom überwintern und im Wetterbericht sieht ganz Spanien richtig warm aus.
Wir beschließen gemeinsam noch am Samstag den 14.1. in „Arles“ auf den Markt zu gehen und fahren daher am Freitag auf den neuen Stellplatz von Arles am gegenüberliegenden Ufer der Rhone. Da der Platz direkt an der Brücke über die Rhone liegt ist er nicht ganz so ruhig, aber wenn man nicht gleich vornean steht geht es. 24 Stunden kosten hier 5,-€, dafür ist am Parkautomaten ein Ticket zu ziehen. Fährt man unter der Brücke durch gibt es eine Entsorgungsstation und frisches Wasser.

Stellplatz Arles

V&E Station Arles

Der Weg zu Fuß in die Stadt dauert knapp 15 Minuten und wir stellen schnell fest dass der Markt in Arles im Winter nicht so groß ist wie im Sommer. Aber trotz allem gibt es viele leckere Dinge zu kaufen und am Ende gönne wir uns noch einen Kaffee an der Strasse.

Markttag in Arles

Strassencafe

Am Sonntag trennen sich dann endgültig unsere Wege und wir brechen auf Richtung Spanien während unsere Freunde weiter in Frankreich bleiben wollen.
Irgendwie verfolgt und das schlechte Wetter und mittlerweile sieht auch die Wetterkarte von Spanien nicht mehr sooo toll aus. Durch die Pyrenäen ist es dann auch besonders stürmisch und ich fahre schon nicht mehr so schnell als es einen Schlag tut der vom Dach zu kommen scheint. Gut dass direkt voraus ein Rastplatz ist. Angehalten, Leiter raus und mein Verdacht bestätigt sich. Die rechte der beiden Airlineschienen an denen die Solarmodule befestigt sind ist, von vorne an, zur Hälfte abgerissen. DAS hat der Kleber dann doch nicht ausgehalten. Ich durchsuche den Kofferraum und finde einen der 10m langen Gurte die ich extra zur temporären Fixierung der Schienen gekauft habe. Gut dass ich den eingepackt habe. Also einmal rüber über den Bus und die Module und gut festgezurrt. So kann wenigstens jetzt nix mehr wegfliegen, auch wenn ein Teil der Module jetzt durch den Gurt abgeschattet ist.
Herausfordern will ich aber nix und von nun an fahren wir selten schneller als 80km/h da es eigentlich überall jetzt sehr windig ist. Unser erster Anlaufpunkt in Spanien ist der Stellplatz in „Sant Feliu de Guíxols“.

Stellplatz in Sant Feliu de Guíxols

Als wir ankommen ist er fast voll, aber wir finden noch eine Lücke. Heute ist auch noch Nathalies Geburtstag und auch wenn wir weit von zu Hause weg sind, Geschenke gibt es trotz dem.

Geburtstag

Weder das Wetter noch der Ort überzeugen uns so dass wir am nächsten Tag gleich weiter Richtung Süden aufbrechen. Unser nächstes Ziel ist ein Platz am Strand, kurz hinter „Santa Pola“. Kurz vor dem Platz kommen wir an einem Mercadona vorbei und füllen erst noch unsere Vorräte auf bevor wir weiter zum Platz fahren.

Unterwegs

Das Schild dass die Durchfahrt von Fahrzeugen über 3,5to verbietet übersehen wir geflissentlich und, am Ziel angekommen, stellen wir fest das wir nicht die Einzigen sind. Hier stehen viele WoMo’s die schwerer sind.

bei Santa Pola

Der Platz ist ganz nett, aber schon als wir ankommen regnet es und der Himmel ist schwarz.

Regen und

Gewitter ringsum

Wir bleiben ein paar Tage und einen Tag lang ist es wirklich trocken, aber dann geht der Regen wieder los und der Wetterbericht zeigt dicke Gewitterzellen an.

ein trockener Tag

zeigt die schöne Umgebung

Also wieder weiter. In ein paar Kilometer Entfernung ist eine Camperstation wo wir erst einmal Wasser fassen. Der Automat nimmt dummerweise ausschließlich 2,-€ Münzen, aber der Tankwart vor der Station lässt uns am Wasserhahn daneben auftanken.
Unser nächstes Ziel ist „Aqua Armaga“ in der „Cabo de Gata“,das ist ganz in der Nähe von „Almeria“. Da wir nicht mehr so schnell fahren und der Wind oft recht heftig ist kommen wir nicht so gut voran wie wir wollen und es ist schon dunkel als wir ankommen. Der Übernachtungsplatz ist nicht mehr erreichbar und so stellen wir uns in die Wohnsiedlung nebenan. Für eine Nacht geht das schon.

Aqua Armaga

Parkplatz unter Wasser

Am kommenden Morgen sehen wir auch warum der eigentliche Platz gesperrt ist. Über Nacht ist das Wasser gestiegen und hat den gesamten Platz geflutet. Ich suche und finde in der Nähe einen Parkplatz auf dem halben Weg nach „Carboneras“. Der Platz ist schön und ruhig und man hat tolle Aussicht auf die „Playa de los Muertos“.

Parkplatz

an der Playa de los Muertos

Hier bleiben wir erst einmal ein paar Tage.


Es geht kaum Wind, die Sonne scheint und außer uns steht hier niemand. In den folgenden Tagen kommt zwar oft die „Policia Local“ vorbei, aber die schauen nur nach dem Rechten und grüßen freundlich. Endlich haben wir das Gefühl irgendwie angekommen zu sein.

Playa de los Muertos

Aussichtspunkt

Wir machen Spaziergänge runter in die Bucht und auf den Berg mit dem Leuchtturm.

Torre

Aqua Armaga

Man hat hier eine tolle Aussicht und im Sommer kann man hier sicher gut baden.

 

Allerdings ist der Parkplatz im Sommer nicht zum Übernachten geeignet da am Eingang eine Schranke und eine Preistafel zum Parken steht. Campen ist dann leider verboten.
Irgendwann werden allerdings die Abwassertanks voll und wir müssen entsorgen. Im Internet finde ich eine Camper Station mitten in der „Cabo de Gata“, die steuern wir an. Zum verweilen lädt diese Station jetzt nicht ein, aber wer ver- und entsorgen und vielleicht Wäsche waschen will, für den ist der Platz prima. Nicht weit entfernt ist eine Tankstelle an der es sogar Autogas gibt. Das ist in Spanien nicht üblich wie ich feststellen musste.
Als nächstes wollen wir an die Spitze der „Cabo de Gata“, zum Leuchtturm. Kurz vorher kommen wir durch „San Miguel“ und sehen auf einer großen Freifläche einige Womo’s stehen. Na, da gesellen wir uns doch einfach Mal dazu.

Parkplatz in San Miguel

Aussicht

Man hat hier direkte Aussicht auf das Meer, es stehen einige Fischerboote am Stand und man hat freien Blick auf die Bucht von „Almeria“.

Im Ort gibt es einen kleinen Supermercado und einen Bäcker den wir allerdings noch nicht finden konnten. Im Supermarkt gibt es die notwendigsten Dinge so dass wir ein paar Tage bleiben können. Heute ist der erste Tag an dem es wieder regnet, aber schon morgen soll die Sonne wieder scheinen und außerdem ist morgen Markt in „San Miguel“, den lassen wir uns auf keinen Fall entgehen. Die paar Kilometer bis zum Leuchtturm fahren wir dann wohl die Tage erst.

 

One Response so far.

  1. Schöner Bericht über Eure Winterreise. Fast so bei Heinrich Heines „Ein Wintermärchen“. Wir hoffen, dass Ihr Euch bei Eurem Besuch bei Mercadona einen guten TYC geholt habt, um damit an den Geburtstagen anzustoßen. Wir haben’s hier auf jeden Fall gemacht.

    Nach Rücksprache mit der Klebstoffabteilung von Henkel haben wir auch noch einen Typ für einen geeigneten Zweikomponenten-Kleber. Da ist an erster Stelle „Loctite EA 3430“ oder auch die beiden „Pattexe Stabilit express bzw. ultra“.

    Weiterhin gute Fahrt und ganz liebe Geburtstagsgrüße.

    Rösken + Charle-Manes

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