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2017-04-05 Ostern in Südfrankreich

Nach unserer Wintertour in Spanien war einiges zu reparieren gewesen. Die Solarzellen waren neu verteilt auf das Dach gekommen und der Querschnitt vom Wasserzulauf musste vergrößert werden. Auch der Dyson Staubsauger wollte sich nicht im Bus laden lassen und ist raus geflogen.
Nach all den vorbereitenden Arbeiten konnte nun also der Osterurlaub kommen. Thorsten und Heike mit Paul mit denen wir uns treffen wollen, können erst Freitag los und werden Autobahn fahren. Nanette mit ihrem neuen Wohnmobil „Schnegge“ wird noch später zu uns stoßen. Da wir mautfrei unterwegs sein wollen starten wir schon am Mittwoch.
Unsere Route führt uns wieder über Trier nach Luxemburg und dann weiter über Metz gen Süden. So früh wie wir sind merken wir nichts von den bevorstehenden Osterferien. Donnerstag Abend stehen wir dann schon, mehr aus Zufall, bei Beauchastel neben dem Wasserkraftwerk an der Rhone.

Stellplatz bei Beauchastel

Wasserkraftwerk

Wir haben hier prima genächtigt und fügen diesen Platz unserer Sammlung hinzu. Bei der Vorbeifahrt sind mir WoMo’s am Rand aufgefallen und da es nett aussah dort habe ich umgedreht und wir haben uns den Platz einmal näher angeschaut. ich denke wenn wir wieder einmal hier sind sehen wir uns auch Beauchastel etwas näher an.

Am nächsten Tag geht es weiter in Richtung Süden. Mich beeindrucken jedes Mal die malerischen Alleen die es hier noch gibt.

malerische Baumallee

Unterwegs kaufen wir noch frischen Spargel und Erdbeeren und am Abend stehen wir schon auf unserem anvisierten Stellplatz. WOW – hier ist es aber voll. So gut wie alle Plätze sind schon belegt. ich zähle durch und komme auf fünf freie Plätze.

überfüllter Stellplatz

Na das wird spannend wenn die Anderen kommen. Aber auf Stellplätzen ist ja immer ein Kommen und Gehen.

Am Samstag mach ich worauf ich mich schon lange gefreut habe, ich gehe laufen. Das Gelände hier ist toll für Nordic Walking und ich habe schon beim letzten Mal schöne Routen erkundet. Zuerst geht es ein paar Kilometer am Meer entlang.

am Meer entlang

Frühling überall

Im nächsten Ort geht es dann hoch in die Berge und von dort wieder zurück zum Meer und überall gibt es schöne Aussichten auf die Landschaft.

Unterwegs

Marseille im Nebel

Unterwegs

altes Aquädukt

Carro

Badestrand

Nachdem Thorsten und Heike zu uns gestoßen sind bleiben wir noch ein paar Tage hier, dann wird es uns doch zu voll. Mittlerweile stehen schon Fahrzeuge in den Durchfahrten und den ganzen Tag nur auf weiße Wände schauen … nee. Also packen wir unsere sieben Sachen zusammen und fahren weiter zum Plage Piemanson. Mal schauen wie es da aussieht.

Es geht über Martigues nach Port Saint Louis und dort mit der Fähre über die Rhone.

auf der Fähre

Fahrt über die Rhone

Es ist immer wieder ein Erlebnis mit der kleinen Fähre überzusetzen. Am Plage angekommen hatten wir dann beste Aussicht und viel Platz da das „Lokal“ von Kathi noch nicht aufgebaut ist. Vermutlich wird das auch nicht mehr aufgebaut denn nachdem kaum noch Camper herkommen war schon letztes Jahr zu beobachten dass hier kaum noch Umsatz gemacht wurde. Dafür ist jetzt mehr Platz zum stehen und wir freuen uns natürlich darüber.

am Plage Piemanson

Pferde am Plage Piemanson

Aber auch hierhin verfolgt uns der kalte Wind den wir schon die Tage vorher hatten. In der Sonne ist es schon richtig warm, aber der Wind ist bitterkalt. So suchen wir halt immer Schutz im Windschatten unserer Fahrzeuge. Nachdem Nanette mit Fred und ihrer „Schnegge“ auch zu uns gestoßen ist sind wir komplett.

Grillen im Windschatten

geneinsames Essen

Nach ein paar Tagen wird uns aber auch hier der Wind zuviel und wir beschließen unser Glück in Comps zu versuchen. Also aufgesattelt und los. Die Karawane zieht weiter. Comps ist ein schöner Stellplatz unter Bäumen direkt am Gardon gelegen, ein Zufluß zur Rhone.

Stellplatz in Comps

Comps Bürgermeisterhaus

Hier schlägr wer Wind nicht ganz so zu, aber dafür wird der trockene Boden ständig aufgewirbelt und es staubt enorm. Heike hat bei ihren Recherchen einen schönen Platz an der Ardeche gefunden. Wir waren auch noch nie dort und so ziehen wir nach zwei Tagen wieder weiter.

Alleine die Fahrten über Land sind jedes Mal ein Erlebnis. Kleine Orte und schöne Landschaften … ich kann hier stundenlang unterwegs sein und es wird irgendwie nie langweilig. So kommen wir gegen Nachmittag in Saint-Martin-d’Ardèche an. Die Zufahrt zum Ort erfolgt über eine Brücke über die Ardeche die es in sich hat. Zugelassen für 12to. ist sie zwar, aber die maximal Breite von 2,70m ist spannend. Ich sage Thorsten er solle ruhig vorfahren, wir kommen schon nach und mit drei Finger breit Platz auf jeder Seite rollen wir langsam auf die andere Seite. PASST!!

enge Brücke nach Saint Martin

Brücke nach Saint Martin

Wir fahren im Ort auf den Camping municipal da es mit Stellplätzen hier schlecht aussieht. Der Platz hat Rasen als Untergrund, ist schön angelegt, sauber und mit ca. 15,-€ sein Geld wert. Hier staubt nix und windgeschützt ist es auch. Was will man mehr?

Am nächsten tag mache ich mich auch gleich mit meinen Stöcken auf den Weg. Ich habe mir in maps.me Wege rausgesucht die mich ein wenig ins Hinterland und an die Ardeche führen. Die ersten knapp 4 km geht es dann auch permanent bergauf.

lauschiger Essplatz

Ausblick

Vorbei an einem kleinen Restaurant und immer wieder hat man einen herrlichen Blick auf die Landschaft.

Wanderweg

Lavendelfeld

Aber wo es rauf geht, da geht es auch irgendwann wieder runter und das dann wesentlich steiler als rauf und der Untergrund über ein langes Stück nur lose geschottert. Unten angekommen geht es dann an Feldern mit Lavendel weiter in Richtung Fluß. Stellenweise sieht es aus wie im Elfenwald.

Lavendelfeld

Elfenwald

Eine kleine Kletterpartie noch und ich stehe vor hohen, ausgewaschenen Felsen.

hohe Felsen

ausgewaschene Höhlen

Von hier aus sind es nur noch ein paar Meter und eine Eisenleiter runter und ich stehe vor der Ardeche.

Eisenleiter hinab

die Ardeche

Aber, wo geht denn jetzt hier der Weg weiter? Erst bin ich ein wenig ratlos, aber dann gehe ich einfach über die Felsen weiter und nach knapp hundert Metern finde ich auch die weiß/gelben Streifen wieder mit denen der Weg schon die letzten Kilometer gekennzeichnet war.

an der Ardeche

an der Ardeche

Alle paar Meter könnte ich stehen bleiben und neue Fotos machen. Es ist wunderschön hier und eine atemberaubende Kulisse. Irgendwann werde ich hier mit Nathalie auch einmal mit dem Kanu entlang fahren. Das wird sicher toll.

wo geht es hier weiter?

überall blüht es

Dieses Teilstück des Weges ist so gut wie nicht befestigt. Man läuft einfach über die Felsen und sucht sich einen Pfad. Ab und an sieht man die weiß/gelbe Markierung, das ist alles. An einer Stelle sind sogar Eisenbügel eingelassen an denen man sich festhalten kann da es hier ziemlich schräg ist und die Felsen glatt sind. Mit dem Grip meiner Laufschuhe ist das jedoch kein Hindermis.

Weg mit Eisenbügeln

an der Ardeche

die Berge weichen

Aussicht auf die Burg

Auf jeden Fall war dies eine der anspruchvollsten, anstrengendsten aber auch schönsten Touren die ich je gegangen bin.

an der Ardeche

an der Ardeche

Nachmittags drehen wir noch eine kleine Besichtigungsrunde durch Saint Martin. Ein malerischer, kleiner Ort. Hier kann man es eine Weile aushalten.

Saint Martin

Saint Martin

Fast eine Woche bleiben wir hier bis wir uns langsan daran machen in Richtung Heimat zu fahren. Die erste Anlaufstelle ist le Teil, direkt gegenüber von Montelimar. Der Stellplatz hier ist kostenlos und liegt hinter einem Wall direkt an der Schnellstrasse. In fünf Minuten ist man im Ortskern zum einkaufen. Allerdings geht hier viel Schwerverkehr durch und der Ort selber ist dadurch nich besonders schön.

Stellplatz le Teil

So fahren wir auch gleich am nächsten Tag weiter nach Louhans. Dort waren Thorsten und Heike schon einmal.

Stellplatz Louhans

direkt am Fluß

Der Stellplatz hier ist mit viel Liebe im Halbrund angelegt worden. Der Untergrund ist gerade und fest geschottert. Die Baumbepflanzung ist beschildert und eine Ver- und Entsorgung gibt es auch. Der Platz kostet 4,-€ pro Nacht plus 0,20€ / Person. V&E kostet zusätzlich 2,-€ und alles kann an einem Automaten mit Karte bezahlt werden. Top.

am Fluß

„Villa Wensierki“

Der Ortskern von Louhans strahlt mit seinen Arkadengängen einen gemütlichen Charme aus. Hier gibt es fast alles und schön anzusehen ist es auch.

Louhans

Louhans

Abgesehen davon gibt es im Ort einen Käseladen … hmmm. Hier waren wir bestimmt nicht zum letzten Mal.

 

One Response so far.

  1. Schöne on entressante Berecht. Mr spört op alle Sidde ob bei alle Fottos de pure Läwensfreud on Entspannong, die so’n Tour met sech brengt. So lösst sech läwe! Mr meut tirekt metfahre.

    Wiederhen Jlöck op on Hals- on Achsebroch!

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